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Kritische Sprache, kritisches Denken, kritische Inhalte

Workshop-Angebot auf dem Linken Sommercamp 2014 Ivan Nagel schrieb am 30. Mai 2003 in der Süddeutschen Zeitung: „Jetzt und in den nächsten Jahren wird es aber auf zwei Fragen ankommen: Mit wie viel Spaltung zwischen Reich und Arm kann eine Demokratie leben? Und: Wie viel Desinformation des Volkes verträgt eine Demokratie, ohne dass die Volks-Herrschaft daran, blind und lahm geworden, zugrunde geht? Wir können diese Fragen um weitere ergänzen: Wie viele Begriffe und Denkfiguren dürfen umgedeutet werden, bevor kritisches Denken stirbt? Wie beschützen und erweitern wir eine kritische Sprache und damit kritisches Denken?

„Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ sind wohl die gebräuchlichsten Falschwörter in der deutschen Sprache. „Eigenverantwortung“ und „Anreize zur Arbeitsaufnahme“ sind modernere Exemplare dieser Gattung. Doch wie häufig gebrauchen wir in Diskussionen „Wirtschaft“ als Synonym für „UnternehmerInnen“, als ob die „ArbeiterInnen“ nicht Teil des Produktionsbereichs und die KundInnen und VerbraucherInnen nicht gleichbedeutend für die Wirtschaft sind.
Eine besondere Deformation erlitt das Wort „Reform“, welches einmal für ein emanzipatorisches Projekt für eine große Zahl von Benachteiligten stand und heute als Zumutung für eine große Zahl von Benachteiligten zu Gunsten einer kleinen privilegierten Minderheit steht.
In diesem Workshop wollen wir derartige Metaphernsysteme und Begriffe finden und entschlüsseln und so eine Grundlage für ein Falschwörterbuch legen.

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