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Bauernverband zeigt Verantwortungslosigkeit

Schlechte Bezahlung, 12 Stunden schuften und miese Unterbringung zeichnet die Situation der jährlich stattfindenden Erntehelfereinsätze in der Agrarindustrie aus. Dabei sind Spargel und Erdbeeren keine überlebensnotwendige Nahrungsmittel und könnten ohne Hungersnöte auszulösen auch mal im Boden bzw. auf dem Acker bleiben.

Statt anstaändige Löhne zu zahlen und die Rahmenbedingung menschenwürdiger zu gestalten, fordern die Bauernfunktionäre Außnahmen von den Seuchenbekämpfungsmaßnahmen. Während in Italien die nicht lebensnotwendigen Fabriken geschlossen werden, sollen nach den Vorstellungen deutscher Bauernverbandsfunktionäre die am härtesten von der Krise betroffenen Beschäftigten, die ja gewohnt sind zu Niedrigstlöhnen prekär zu arbeiten künftig auf ihren Feldern schuften. Hierfür entblöden sich diese nicht Solidarität und Gemeinschaftssinn einzufordern.

Sicherlich muss man die Betriebe erhalten und staatliche Zuschüsse gewähren, dass diese nicht bankrott gehen, weil die Ernte ausfällt. Dafür können diese Betriebe nichts. Noch weniger als Industriebetriebe, die nicht die Billigelohnarbeiter ins Land holen müssen, sondern die Produktion von bestimmten Vorprodukten in Billiglohnländer verlagern.

Jetzt ist es an der Zeit Vorgaben zu machen, wie die Unterbringung und die sanitären Einrichtungen beschaffen sien müssen bei den Betrieben, die Erntehelfer einsetzen. Betrieben mit Unterkünften für mehr als 2 Personen müssen geschlossen werden, da es ja wohl icht ein zu sehen ist, dass ein Verbot gilt, dass mehr als zwei Personen nicht spazieren gehen dürfen, aber sich 10 Fremde ein Bad teilen müssen. Es ist an der Zeit endlich den Mindestlohn zu erhöhen, wodurch Luxusgüter wie Spargel geringfügig teurer würden. Allerdings könnten sich dann auch mehr Menschen diesen Luxus leisten.

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